Unter dem diesjährigen Motto
„Licht und Schatten“
Unser Leben kennt helle und dunkle Zeiten. Momente voller Freude, Hoffnung und Gemeinschaft wechseln sich ab mit Sorgen, Unsicherheit und Belastungen. Gerade in den Schattenseiten unseres Lebens sehnen wir uns nach Orientierung, Trost und einem Licht, das uns den Weg weist.
Die Kreuzbergwallfahrt lädt dazu ein, gemeinsam unterwegs zu sein – mit allem, was uns bewegt. Im Miteinander, im Gebet und in der Gemeinschaft dürfen wir erfahren, dass niemand seinen Weg allein gehen muss. Gott begleitet uns durch Licht und Schatten unseres Lebens und schenkt Hoffnung und Zuversicht.
Egal wie du zur Kirche stehst, du bist herzlich willkommen.
Wir machen uns gemeinsam auf dem Weg zum
Berg der Franken am 12. -13. September 2026
Verlauf der Wallfahrt
Samstag, 12. September 2026
- 7.45 Uhr: Beladen der Begleitfahrzeuge an der Kirche in Poppenroth
- 8.00 Uhr: Abmarsch
- ca. 12.00 Uhr: Mittagspause in Waldberg
- ca. 14.45 Uhr: Einzug ins Kloster am Kreuzberg
- 16.30 Uhr: Prozessionskreuzweg am Kloster
Sonntag, 13. September 2026
- 9.00 Uhr: Gottesdienst unter Mitgestaltung der Poppenrother Musikanten
- 10.30 Uhr: Auszug aus der Klosterkirche
- Rückmarsch bis Waldberg mit Mittagspause
- ca. 16.00 Uhr: Ankunft und Pause in Burkardroth
- ca. 18.15 Uhr: Ankunft in Poppenroth mit Verabschiedung bei Bier, Wein und Bratwurst
Hier geht´s zur Anmeldung
Wer nicht am Kreuzberg übernachten möchte, wird gebeten, sich dennoch anzumelden.
Impressionen der Wallfahrt 2023











Geschichtlicher Hintergrund
1744 wurden die Poppenrother Wallfahrer zum ersten Mal im Wallfahrtsbuch des Klosters Kreuzberg erwähnt. Die Ursprünge liegen in der Zeit der Pest. Damals versprachen die Poppenrother, dass aus jedem Haus eine Person teilnimmt, wenn das Dorf von der Pest verschont bleibt. Jedes Jahr am Wochenende nach dem 8. September, dem Tag der Geburt Marias, wiederholen sie die Wallfahrt. Teilnehmer einst 50-70, jetzt 120-140, gehen ca. 25 km einfach am Samstag und Sonntag.
Wegverlauf
Der Aufmarsch zum Kreuzberg geht über Kistelloch nach Burkardroth, Wollbach, vor der Sieben-Schmerz-Kapelle links ab, an Gefäll vorbei über Wiesengrund nach Waldberg zum Kreuzberg.
Der Rückweg geht über Waldberg, Premich, Wollbach, Burkardroth zurück nach Poppenroth.
Stationen: Kreuz vor dem Aufstieg zum Kreuzberg. Auf dem Rückweg Bildstock am Marienbrünllein.
Ein Gedenkstein erinnert an 250 Jahre Kreuzbergwallfahrt, er wurde nördlich von Poppenroth auf dem Wallfahrtsweg am Dorfende aufgestellt. In der heutigen Zeit nehmen außer den Poppenrothern, viele gläubige Menschen aus der Umgebung des Dorfes teil.
Diese Wallfahrt ist inzwischen – auch ohne Bedrohung durch die Pest – ein fester Bestandteiles des Kirchenjahres in Poppenroth.
Die “Nunna Kät” als Stifterin
Als man in Bad Kissingen die neuen Stationen errichtete, standen die alten den neuen im Wege. Davon erfuhr eine alte Frau in Poppenroth, Katharina Pfrang, die den Kissingern die Stationen abkaufte. Als junges Mädchen war sie in einen Kloster eingetreten, das sie in späteren Jahren aus Krankheitsgründen verließ. Die Poppenröther gaben ihr den Dorfnamen “Nunna Kät” (d.h. Nonne Katharina). Die Gemeinde stellte die aus unfruchtbarem Boden bestehende Mulde – wohl eine frühere Kiesgrube – als Platz für die Stationen zur Verfügung. Aus Respekt vor der “Nunna Kät” pflegt ein ehemaliger Angestellter der Kissinger Stadtgärtnerei, Albin Antlitz, die Anpflanzungen im Bereich der Stationen.
Noch heute erzählt man sich, dass die “Nunna Kät” die einzelnen Figuren der Stationen im Huckelkorb von Bad Kissingen den Staffelsberg hinauf und heim in ihr Dorf geschleppt hatte. Soweit die fromme, unhaltbare Legende. Die Stationen selbst jedoch brachten ihr gutherzige Dorfnachbarn in Fuhrwerken, sog. “Bittfuhren”, in die einst unwirtschaftliche Kiesmulde. Auf einer Anhöhe ragt die Kreuzigungsgruppe empor, und der Blick reicht weit über die Felder zur Rhön hinauf bis zum Kreuzberg.
Das Alter der nach Poppenroth verbrachten Stationen ist bis heute auf der Rückseite des mittleren Kreuzes des Golgatha auf dem Kissinger Stationsberg nachvollziehbar. Auf der Rückseite der Stationen in Poppenroth sind verschiedene Stifter eingemeißelt oder nur die Jahreszahl der Entstehung, 1756.
Nicht nur am Karfreitag ziehen die Poppenröther den Weg hinauf zu ihren Stationen. Auch im Mai, wenn die Anpflanzungen im frischen Grün stehen, wallen die Gläubigen zur später errichteten Lourdes-Grotte und im Oktober, am nachfolgenden Sonntag des Wendelin-Tages, geht die Pfarrgemeinde noch einmal den Stationsweg, von feierlicher Blasmusik begleitet.